Samstag, 24. Januar 2015

Falsche Entscheidung


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
44 x 64 cm



Freitag, 23. Januar 2015

Dem verlorenen Bruder


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
33 x 44 cm



Donnerstag, 22. Januar 2015

Abwarten


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
70 x 100 cm



Mittwoch, 21. Januar 2015

Hoffen


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
70 x 100 cm



Dienstag, 20. Januar 2015

In situ: Ende offen


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Öl auf Papier
70 x 100 cm



Freitag, 16. Januar 2015

Clash


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Aquarell, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
56 x 76 cm



Mittwoch, 14. Januar 2015

Follower


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
56 x 76 cm



Dienstag, 13. Januar 2015

Second


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
56 x 76 cm



Montag, 12. Januar 2015

Weiter


Ohne Titel, 2015
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
56 x 76 cm

Aus Versehen „Torchon“ gekauft.

Geht gar nicht!



Mittwoch, 7. Januar 2015

Je suis Charlie!




Natürlich bin ich nicht Charlie. Ich weiß auch nicht, ob ich die Eier hätte, Charlie zu sein. Wahrscheinlich eher nicht. Im Gegensatz zu Stéphane „Charb“ Charbonnier habe ich außerdem Kinder, eine Frau, ein Auto & Schulden.

Mir fehlen die Worte. Dann wenigstens ein Zeichen.

Mein Mitgefühl gilt den Hinterbliebenen der Opfer und den Verletzten.

Ich bin traurig.






Nantes


Ohne Titel („K. dans le B.“), 2014
Kugelschreiber, Skizzenblock, ca. 29,7 x 21 cm




Dienstag, 6. Januar 2015

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Auf ein Neues …




Einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Euch allen & Euch anderen!

Eigentlich wollte ich noch ganz viel posten in den letzten Wochen. Ist ja nicht so, dass ich untätig war. Vielleicht hole ich das nach. Oder auch nicht. Aber es wird weitergehen hier.


Wenn ich mein Leben sortiert habe.




Donnerstag, 25. Dezember 2014

Euch allen …


Ohne Titel („Tool“), 2014
Acryl auf Folie auf Aludibond, ca. 26 x 41 cm

… ein frohes Fest!


Vor zwei Tagen surfte ich im Netz & stieß auf Fotografien der Künstlerin Stefanie Zofia Schulz. Auf ihrer Vita ist zu lesen, dass sie sowohl in Saarbrücken als auch in Berlin lebt.

Ich habe bis vor zwei Tagen weder was von ihr gehört geschweige denn jemals eine einzige Arbeit von ihr gesehen. Um so verwunderlicher, als die Fotos aus der Serie „Duldung“ über den Zeitraum von einem Jahr in der Landesaufnahmestelle für Flüchtlinge in Lebach entstanden sind.

Lebach ist ja sozusagen um die Ecke.

Auf der Seite „Die Geduldeten“ (Christ & Welt Ausgabe 52/2013) fand ich mehr Infos zu Stefanie Schulz & ihrem Duldungs-Projekt.

Ja, das ist alles sehr traurig & es ist mal wieder Weihnachten & ein paar Tausend Merkwürdige marschieren Woche für Woche in Dresden oder sonst wo im Rest der Republik & ich weiß nicht genau, wofür oder wogegen sie wirklich marschieren oder wer sie sind & was sie wollen, aber ich glaube nicht, dass jemals einer der Marschierer & Protestierer jemals etwas wusste oder auch nur ahnte vom Flüchtlingsleben im Lebacher „Lager“, denn wenn man den Artikel gelesen hat, wird man noch trauriger & versteht die Welt noch weniger.

Das Wissen um die Zustände dort ist eher ein Grund sich zu schämen als zu marschieren & zu protestieren.

Ja. Und es ist Weihnachten.



Sonntag, 7. Dezember 2014

Verliebte Künstler


Ohne Titel, 1995
Bleistift auf gerissenem Papier
26 x 34,5 cm



Ohne Titel, 1995
Mischtechnik auf gerissenem Papier
31,5 x 22 cm


Königinnen & Könige der Herzen! Am Mittwoch, dem 17. Dezember um 19 Uhr eröffnet die Ausstellung „Verliebte Künstler & affaire de coeur“ in der Galerie der HBK Saar. Ich bin auch mit zwei Arbeiten aus 1995 vertreten.

Aus dem Pressetext:

„Ausnahmezustand, Alarm, Herzrasen … der Mensch wie ferngesteuert, befeuert von körpereigenen Drogen. Man wird schön und die Welt ist schön. Verliebt! Gleichzeitig tun sich Abgründe auf. Wird die Liebe erwidert? Hat irgendetwas aus diesem ohnmächtigen Ausgeliefertsein an den Rausch Bestand? Verliebtheit bedeutet Kontrollverlust. Geht hier was schief, kippen Endorphine ins Gegenteil und die Psyche ins Bodenlose.
Die Ausstellung „Verliebte Künstler“ widmet sich einem widersprüchlichen Phänomen und fragt, ob Künstler anders lieben? Romantik und Dada, die Bedingungslosigkeit von Gefühl und Ausdruck. Ist das alles von gestern? Hat das „Betriebssystem Kunst“ jede Leidenschaft verdaut, verdreht und professionalisiert als Portfolio und endlosen Diskurs wiederkehren lassen? Ganz ohne feuchte Biologie, mit durchgetrockneter Farbe und korrekter Genderkompetenz? Kommen die Hormone zur Ruhe, bleibt immer die Frage: Wer bringt den Müll runter?
„Verliebte Künstler“ wendet sich sichtbaren und atmosphärischen Gemeinsamkeiten von Arbeiten zu, die in einer Phase des Verliebtseins entstanden sind. In dieser Phase sind besondere Mechanismen am Werk, wächst ein Mensch und damit auch seine künstlerische Arbeit über sich hinaus.

In einem Schweinestall begann 2013 die vom Süddeutschen Kunstverein als Studie konzipierte Ausstellung im schwäbischen Reusten. Keine drei Monate später wurde die Ausstellung als offizieller Bestandteil der Berlin Art Week mit dem Titel „Verliebte Künstler & Lachende Dritte...“ in der Kunsthalle am Hamburger Platz der Kunsthochschule Berlin Weißensee mit neuen künstlerischen Positionen zu den verworrenen Spielen der Liebe einem größeren Publikum präsentiert. Von dort aus heuerte das Studio Trenkel in Rotterdam die verliebten Künstler an, und präsentierte die Ausstellung „Verliebte Seefahrer und lachende Künstler" parallel zur Rotterdam Artweek 2014, ergänzt mit niederländischen Künstlern, auf einem Boot im Museumshafen von Rotterdam.
Nun endlich begegnet die Ausstellung der Leichtigkeit und dem französischen Flair Saarbrückens. Unter dem Titel „Verliebte Künstler & affaire de coeur“ nimmt sie, auf Initiative von Prof. Gabriele Langendorf, in der Galerie der HBKsaar neue Aspekte des Verliebtseins mit in die Betrachtung.

Die Ausstellungsreihe „Verliebte Künstler" wird kuratiert von Thaddäus Hüppi, Kunsthochschule Berlin Weißensee, Thomas Nolden und dem Süddeutsche Kunstverein.
Bewusst verbindet das Konzept Arbeiten aus unterschiedlichen Kunstgattungen und zeigt prominente Künstler genauso wie Kunststudierende; ausgesetzt auf den Bergen des Herzens.“





Donnerstag, 4. Dezember 2014

Nicht abwegig: Flüchtige Vanillekipferl




Während des Backens auf den Spuren von Peter Roehr gewandelt. Nicht ganz so sujektiv, eher expressiv. Aber zumindest minimalistisch & seriell.



Dienstag, 14. Oktober 2014

Such die Kunst!


Jean Marie Mauclet (Nancy, Frankreich), 1978
Grauer Granit (Fichtelgebirge)
(Internationales Bildhauersymposion St. Johann)


Karl Prantl (Wien, Österreich), 1978
Sieben Stelen
(Internationales Bildhauersymposion St. Johann)



Im Rahmen der Saarbrücker Innenstadtsanierung in den 1970er Jahren wurde eine Fußgängerzone um den St. Johanner Markt errichtet, die am 01. Mai 1979 eingeweiht wurde. Auf der Grundlage des Gestaltungsrahmenplanes entwarfen Künstler und Architekten der Arbeitsgemeinschaft Fußgängerbereich Saarbrücken (AFS), die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft bildender Künstler e.V. (ABK) enthielt, die technische, gestalterische und künstlerische Detailplanung, in der mehrere Kunstobjekte […] vorgesehen waren.


In der Tat eine großartige Idee, die seinerzeit ins Leben gerufen & umgesetzt wurde. Kunst besetzt den öffentlichen Raum. Aber mittlerweile haben einige Werke von damals kongeniale, installative Erweiterungen erfahren. In aller Stille. Der öffentliche Raum, die Stadt oder auch Wirte angrenzender Lokalitäten besetzen & verändern die Kunst & ihre ursprüngliche Intention. Mülleimer, Kneipenbestuhlung, Poller, Absperrpfosten & anderes Mobiliar stehen einträchtig neben den Werken von damals, die auf diese Weise leise aus der Wahrnehmung & dem Bewusstsein verschwinden.

Ein gelungenes Beispiel für den Umgang, die Akzeptanz & überhaupt, ja, die völlige Assimilation von Kunst in öffentlichen Räumen in unserer Gesellschaft, wie ich finde.




Freitag, 26. September 2014

Update


Ohne Titel, 2014
Acryl & gerahmte Zeichnungen auf Wand
ca. 325 x 450 cm



Mittwoch, 24. September 2014

Saarbrücker Hefte




Unter der Rubrik „Galerie“ erscheint in der neuen Doppelnummer110/111 der „Saarbrücker Hefte“ (DIE saarländische Zeitschrift für Kultur & Gesellschaft) ein kleines Interview mit mir nebst Abbildungen einiger meiner Arbeiten.

Was mich natürlich sehr gefreut hat. Wirklich sehr.

Anbei das Interview (Für die Saarbrücker Hefte: Bernd Nixdorf).



SH: Warum sind Sie Künstler geworden?

AR: Ich habe immer gemalt und gezeichnet. Und nie damit aufgehört. Allerdings war mir lange Zeit nicht klar, was ich damit anfangen kann.

Also begann ich ein Studium. Grafik-Design. Ohne zu wissen, auf was ich mich da wirklich einlasse. Das war die falsche Entscheidung.

Nach einigen Semestern merkte ich, dass mein Herz für die Freie Malerei schlug. Einen Abschluss machte ich trotzdem, mit viel Widerwillen, um dann einige Jahre später an der HBK in Saarbrücken Malerei zu studieren.

Das war die richtige Entscheidung.


SH: Gibt es ein Kunstwerk, das für Sie von besonderer Bedeutung ist?

AR: Spontan denke ich an den Isenheimer Altar von Matthias Grünewald in Colmar. Eine Abbildung dieses Werkes habe ich zum ersten Mal gesehen, als ich bei Oskar Holweck in der Grundlehre war.

Allein dieses Foto fand ich damals schon unglaublich beeindruckend, geradezu aufwühlend und ergreifend.

Aber es sind eher einzelne Künstler, die für mich von Bedeutung sind, als einzelne Werke. So zum Beispiel Vermeer, Dürer, Velásquez, Goya, Munch. Unter den lebenden Zeitgenossen fällt mir da Hockney ein.

Mit Kandinsky konnte ich noch nie was anfangen.


SH: Denken Sie viel über Ihre eigene Kunst nach? Verändert das Ihre Arbeit?

AR: Eigentlich denke ich ständig über meine Arbeit nach. Sobald ich die Augen aufschlage & sehe. Irgendetwas regt mich an, eine Farbe, ein Schatten, eine Linie. Licht. Aber auch, wenn ich die Augen schließe und träume. Vor Ausstellungen male ich nachts träumend an angefangenen oder geplanten Bildern weiter.

Seit Jahren trage ich eine Kamera & einen Skizzenblock mit mir. Dinge, Menschen oder Situationen, die ich fotografiere oder skizziere, vieles was ich wahrnehme hat mit meiner Arbeit zunächst nichts zu tun, fließt aber irgendwann in meine Bilder ein. Oder auch nicht.
Es kann eine Einstellung aus einem banalen Action-Film sein. Oder auch nur ein Satz aus einem Buch.

Im Ergebnis zeigt die Malerei meine Haltung zur Welt; möglicherweise ist sie eine Methode, die Welt zu verstehen. Oder auch ein Werkzeug, die Welt zu beobachten, ohne sie zunächst einmal in gut und böse oder schwarz und weiß zu werten. Ich versuche zumindest, mich einer Wertung zu enthalten.

Was treibt mich an, in Bildern zu denken & diese zu malen?

Ich habe keine andere Sprache, in der ich mich ausdrücken kann. Ich weiß nicht, über was ich schreiben könnte und ein Musikinstrument spiele ich auch nicht. Ich denke über die Welt in Bildern nach. Ich beobachte die Welt, ich bin ein ein Teil dieser Welt. In meiner Malerei transformiere ich diese Beobachtungen und Erfahrungen.

Bilder sind für mich keine wiedergebenden, sondern gestaltende, Gestalt gebende Instanzen.

Möglicherweise dokumentiere ich in meinen Bildern einen fortwährenden
„Selbstvergewisserungsprozess”.

Das macht die Sache natürlich ein bisschen schwierig. Ich verfolge kein klar umrissenes Konzept. Ich gehe auch nicht nach einem geheimen Plan vor. Vieles entwickelt sich spontan. Eine Reise ohne Kompass, ein Weg mit vielen Abzweigungen. Möglicherweise springe ich deswegen auch immer mal wieder zwischen Abstraktion und Figuration. Nicht alles lässt sich immer auf eine bestimmte Weise sagen.


SH: Hat Kunst einen gesellschaftlichen, politischen Auftrag? Wenn ja, welchen?

AR: Mit Zuordnungen dieser Art tue ich mich schwer. Ich weiß nicht, welche Aufträge die Kunst im allgemeinen oder auch im besonderen hat. Darüber habe ich ehrlich gesagt auch nie nachgedacht.

Und wenn ja, gibt es dann so viele Aufträge, wie es Künstler gibt? Ich gebe meiner Kunst keinen Auftrag. Ich tue meine Arbeit. Male, zeichne, von Bild zu Bild. Das ist mein Auftrag.

Natürlich möchte ich nicht nur wahrgenommen werden, als jemand, der schöne Bilder mit schönen Farben malt. Das wäre zu wenig. (Aber was sind schon schöne Farben?)

Es gab Phasen, da hatten meine Bilder einen stärkeren, gesellschaftskritischen Impetus. Zumindest war das mein Fokus. Es hatte viel mit meiner damaligen persönlichen und privaten Situation zu tun. Daraus allgemein gültige Bilder zu malen, war eine Herausforderung. Ich glaube, das wurde hier und da auch manchmal so wahrgenommen.

Das waren dann sehr schöne Momente.

In aller Regel wird man ja eher missverstanden, was aber nicht weiter schlimm ist.
Die Menschen bringen ihre unterschiedlichen Erfahrungshorizonte in die Betrachtung von Bildern ein. Ich möchte niemandem etwas vorschreiben oder gar ein Rezept in die Hand drücken.

Ai Weiwei ist ja zur Zeit der „Vorzeigepolitkünstler“. Ich habe die Ausstellung in Berlin nicht gesehen, aber ich bin mir sicher, dass seine Person bekannter ist als sein Werk. Das Werk verschwindet hinter der politischen Figur. Er bedient möglicherweise unsere Vorstellungen und Klischees von politischer Kunst, vom politischen Künstler. Aber eigentlich es ist egal, was er macht. Niemand interessiert sich für die Qualität seiner Arbeit (Was ist überhaupt Qualität in diesem Zusammenhang?). Ist es wirklich politische Kunst? Er selbst nennt sich ja einen Aktivisten. Was würden die Installationen und Objekte erzählen, wüsste man weder etwas über den Urheber noch über die Umstände ihrer Produktion?

Bildende Kunst sollte im besten Fall zur Bildung beitragen. Eine Anleitung zum Sehen oder auch eine Möglichkeit, über uns und die Welt nachzudenken in Form von Bildern.


SH: Was ist für Sie gute Kunst?

AR: Gute Kunst haut mich um. Raubt mir die Sprache. Verschlägt mir den Atem.

Anfang des Jahres war ich im Frankfurter Städel in der großen Dürer-Ausstellung. Ein paar Tage lang war ich wie paralysiert. Was soll man nach solchen Bildern noch malen? Diese unfassbare handwerkliche Qualität, diese wahnsinnige Kreativität, dieser Erfindungsreichtum. Und das vor 500 Jahren!

Letztes Jahr in Köln: David Hockney! Stundenlang bin ich um die Bilder geschlichen und habe versucht, sie förmlich über die Augen in in mein Hirn zu saugen! Ein Genuss! Und auch hier, diese schier unendliche Menge an Ideen und Einfällen, diese Kraft! Immer noch, in diesem Alter! Und diese Leichtigkeit!


SH: Vergessen Sie manchmal die Kunst?

AR: Die Kunst vergessen? Die Malerei? Das Zeichnen? Der Geruch von Ölfarbe? Geht das überhaupt?

Ich war mein Leben lang bildergeil. Ich denke in Bildern, ich träume von Bildern. Ich kann mich berauschen an Bildern. Nicht nur an meinen eigenen, im Gegenteil, meistens sind es die Bilder von anderen, die meine Welt bereichern.

Und auch nicht immer Malerei. Fotografie, Film oder eine Skulptur, eine Plastik. Gerne auch ein guter Comic.

So etwas kann man nicht vergessen.

SH: Was wären Sie geworden, wenn Sie kein Künstler wären?

AR: Ich kann mir nichts anderes vorstellen.


Nachtrag: Die Ausstellung von Herrn Ai Weiwei im Berliner Martin-Gropius-Bau habe ich mittlerweise gesehen. Mein Gefühl hat sich bestätigt.

Die Texte & Erläuterungen (Begründungen?) zu den einzelnen Werken in der Ausstellung fand ich oft deutlich besser als die künstlerische Umsetzung. Manches Konzept fand ich wiederum so gut & schlüssig, dass man auf die Arbeit verzichten konnte. Da war allein meine Vorstellung schon wesentlich besser.

Einen erhellenden Blick auf die Ausstellung fand ich übrigens bei Castor & Pollux.





Samstag, 20. September 2014

Mehr Wände!


Ohne Titel, 2014
Acryl auf Wand
ca. 325 x 450 cm


Mein Atelier befindet sich im ersten Stock eines ehemaligen Verwaltungsgebäudes auf dem ehemaligen Gelände der Deutschen Bahn am „Saarbrücker Eurobahnhof“, dem sog. Kulturzentrum am Eurobahnhof KuBa.

Architekur, Flure & Räume sind entsprechend ihrer früheren Bestimmung stinklangweilig (warum eigentlich?) & so ziemlich das Gegenteil vom Klischee des fürstlichen, kathedralhohen & weiten Künstlerlofts in einer ehemaligen Industriebrache in Berlin oder NYC.

Zu den diesjährigen Tagen der Bildenden Kunst wollte ich wenigstens einen Teil des Flures, den Zugang zu meinem Atelier mit einer Wandmalerei aufhübschen. Geschichte ist noch nicht ganz fertig, ich will die Wand mit gerahmten Zeichnungen ergänzen, vielleicht auch noch das ein oder andere in der Malerei überarbeiten.

Mit Rücksicht auf die Kollegen in den Nachbaratliers beschränkt sich die Wandmalerei auf die Fläche um die Tür zu meinem Atelier, die rechts & links von zwei Mauervorsprüngen „eingerahmt“ ist.

Kommt alle ins KuBa, die ihr mühselig & beladen seid!


Tage der Bildenden Kunst
in Saarbrücken
Samstag, 27. September, 14 bis 18 Uhr
Sonntag, 28. September, 11 bis 18 Uhr




Donnerstag, 18. September 2014

Tool (über die Monotypie zu einem Ausstellungskonzept)




Vorderseite & Rückseite desselben Blattes.
Je Ohne Titel, 2014
Öl & Sprühfarbe auf Papier, ca. 44 x 64 cm


Gelegentlich nutze ich in meinen Arbeiten spontan die Möglichkeiten der Monotypie. Ich nehme ein Blatt Papier, schmiere eine Seite mit Ölfarbe ein, lege die eingeschmierte Farbseite auf ein Blatt Papier & zeichne auf der Rückseite des eingeschmierten Blattes. Diese Zeichnung drückt sich durch die eingeschmierte Seite auf das jungfräuliche, darunterliegende Blatt.

Einschmierblätter verwende ich meistens für mehrere Arbeiten. Zwischendurch reißt auch mal eine Ecke ab; manchmal finden sie auch Verwendung als Palette oder sonstige Tests.

Während ich beim ersten Durchzeichnen noch ganz gut das Ergebnis der Monotypie erahnen und steuern kann, wird es spätestens nach dem zweiten oder dritten Durchgang ziemlich unübersichtlich - wie man unschwer an der Bleistiftzeichnung erkennen kann.

Manchmal drücke ich ein frisches Blatt Papier auf die Einschmier- & Testseite & ziehe es mit etwas Druck über die Fläche & zeichne mit dem Bleistift auf die Rückseite des Blattes. Die zufälligen Spuren, die dabei entstehen, sind momentan eine gute Grundlage für eine neue Arbeit. Gleichzeitig verändere ich dadurch das Aussehen des Einschmierblattes.

In aller Regel arbeite ich im Knien auf dem verschmutzten, mit Farbe versauten Atelierboden. Auch meine Hände sind nach allen Regeln der Kunst verdreckt.

All diese Prozesse & Arbeitsschritte führe ich sorgfältig & konzentriert aus.

In der Vergangenheit warf ich nach einiger Zeit im Zuge der Atelierhygiene Einschmierblätter, Schablonen & andere Werkzeuge (Tools) weg. Nicht achtlos, sondern immer mit einer gewissen Wehmut.

Mittlerweile aber schwebt mir - in ferner Zukunft vielleicht - eine Ausstellung vor, in der ich nur diese Dinge zeige - aber keine der mittels der Dinge entstanden Arbeiten. Im Gegenteil: Vielleicht sind die Arbeiten, die mit den Werkzeugen entstehen, nur Werkzeuge, die den Entehungsprozess der Werkzeuge sichtbar machen & überhaupt das Wesentliche?

Der Atelierboden, mit Farbe verdreckte Lappen & Handtücher & andere, am Enstehungsprozess der Arbeiten beteiligten Werkzeuge & Gegenstände könnten diese Ausstellung ergänzen.

Dem geneigten Betrachter fiele dann die Aufgabe zu, mit kriminalistischem & archäologischen Spürsinn über die Artefakte des Arbeitsprozesses & Spuren des Tatortes das Aussehen der Arbeiten quasi zu rekonstruieren.



Mittwoch, 17. September 2014

Plan & Zufall






Je Ohne Titel, 2014
Mischtechnik auf getöntem Papier, 21 x 29,7 cm
(die untere in Privatbesitz)




Dienstag, 16. September 2014

Tools




Je Ohne Titel, 2014
Sprühlack, Öl auf geschnittenem Papier, 21 x 29,7 cm


Manchmal braucht man Punkte. Mit scharfem Rand. Nicht die lapidar mit dem Pinsel gestuppten, sondern scharf umrissene Punkte. Die schneide ich mir dann beispielsweise als Schablone in irgendein Papier, was gerade so rumliegt. Ich bastele mir sozusagen nonchalance mein Werkzeug zum einmaligen Gebrauch. Also eigentlich ein Wegwerfwerkzeug. Weil mit der Zeit & dem Gebrauch werden die Punkte ja immer unschärfer.

Aber gleichzeitig wird mein Blatt mit den Löchern, mein Werkzeug immer schöner.






Zwischenhoch


Ohne Titel, 2014
Bleistift, Sprühlack, Monotypie, Öl auf Papier
70 x 100 cm



Montag, 15. September 2014

Den übrig gebliebenen




Je Ohne Titel, 2014
Mischtechnik auf getöntem Papier, 21 x 29,7 cm




Samstag, 13. September 2014

Abfall




Je Ohne Titel, 2014
Mischtechnik auf getöntem Papier, 21 x 29,7 cm




Donnerstag, 11. September 2014

Kalte Reste








Je Ohne Titel, 2014
Mischtechnik auf getöntem Papier, 21 x 29,7 cm