Sonntag, 1. Januar 2017

Ausflug
















Ich verabscheue die Kälte, ich mag keinen Schnee. Und dann: der erste Spaziergang im neuen Jahr. Aufs Land, in die Kälte, in den Schnee. Man muss sich bewegen, den Alkohol & das schwere Essen von Silvester abbauen. Die Spaziergangskonvention an Neujahr. Wie an jedem Neujahrstag. Das war schon immer so. Egal bei welchem Wetter.

Was mir gefiel, war diese winterliche Stille; die Geräusche schienen eingefroren. Bis auf die Schritte auf gefrorenem Boden & das Geräusch des Atems hörte man fast nichts. Dazu der Nebel, der die Welt so klein machte. Nirgendwo ein Horizont. Und da, wo der Nebel alles verschluckte, hätte die Ewigkeit beginnen können. Oder irgendein Nichts.

Auch in meinem Kopf breitete sich die Stille aus. Wattestille.

Nur wenn ich an meine ungemalten Bilder dachte, machten sich Geräusche breit; die Bilder in meinem Kopf waren so laut wie immer.

Das war schön.




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