Freitag, 26. Februar 2016

Den Verschwörungstheoretikern





So lange nichts Schlimmeres kommt



















Vor ungefähr einem Jahr erhielt ich einen Anruf. Man teilte mir mit, ich sei von einer Jury zum Fritz-Zolnhofer-Preisträger der Stadt Sulzbach ausgewählt worden.

Mit dem Preis verbunden ist eine Ausstellung in der Aula der Stadt Sulzbach. Ein schöner Raum, leider ein wenig verunstaltet durch einige provisorische Pressspahnwände & einem sog. professionellen Bilderschienen-Hängesystem. Außerdem stand die ganze Geschichte unter einem etwas ungünstigen Stern.

Trotzdem ist die Ausstellung ziemlich gut geworden. Meint Line. So bin ich auch zufrieden - sie ist sogar besser geworden, als ich befürchtete.

„So lange nichts Schlimmeres kommt“

Eröffnung:
Sonntag, 28. Februar 2016, 17:00 Uhr
Laudatio: Dagmar Günther

Die Ausstellung dauert bis zum 20. März.

Öffnungzeiten:
Mittwoch, Donnerstag, Freitag von 16:00 - 18:00 Uhr
Sonntag von 14:00 - 20:00 Uhr


„Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken!“

PS: Anbei ein Presseartikel.



Montag, 15. Februar 2016

Fächer





Ohne Titel, 2016
Acryl auf vorgefundenem vorgegebenem Objekt
ca. 100 x 140 cm
Privatbesitz


Auf Einladung von G. verbrachte ich ein paar Tage auf Mallorca. G. besitzt dort ein Haus, wo ich in Ermangelung einer Leinwand unter anderem für eines der Schlafzimmer die Rückseite eines „Fächers“ veredelte (G. erzählte mir nicht, woher der Fächer stammt. Auf mich machte er den Eindruck eines billigen Souvenirs aus Fernost).

Ansonsten ging ich spazieren, half beim Installieren von Waschbecken & Duschkabinen oder zeichnete. Was man halt so macht, rund um ein Haus auf Mallorca.



Mittwoch, 10. Februar 2016

Besuch





Je Ohne Titel, 2016
Bleistift, Skizzenbuch, ca. 21 x 26 cm




Montag, 1. Februar 2016

Vorfeld

Ich hatte einen Termin im Ausstellungsraum der Stadt. Mit eine Vertreterin der Stadt & der Laudatorin. Beim Betreten des Raumes fielen mir sofort die Bilderhängeschienen ins Auge, die die hohen Wände im oberen Drittel zerteilten. Stolz vieler Ausstellungsmacher, Tod aller Ausstellungen. Und einige recht billig aussehende Pressspahnwände, die auf mich den Eindruck von temporärer Improvisation & Verlegenheit machten. Nach kurzer Zeit war klar, dass ich in der Ausstellung die unter anderem geplante Installation mit Aludibondplatten nicht zeigen konnte.

„Hier wird nicht genagelt.“

Nun gut. Dann eben konventionell. Augsburger Puppenkiste. Eine Ausstellung, gefühlt im Stile der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts. Ich konnte die Vertreterin der Stadt nicht von meinem Konzept überzeugen.

Auf meine Frage, ob denn die Ausstellung versichert sei, antwortete die Vertreterin der Stadt: „Selbstverständlich!“

„Von Nagel zu Nagel?“

(Von Nagel zu Nagel: Nachzulesen unter Punkt 4.1.2.2 Der Ausstellungsveranstalter übernimmt folgende Leistungen auf Seite zwei.)

Kurzes Schweigen. Die Antwort, sinngemäß in etwa so: „Äh, nein, das hat bisher noch kein Künstler gefragt.“

„Dann kann ich hier leider keine Originale hängen. Ich könnte aber zwanzig Farbkopien von Arbeiten in A4 mitbringen anstelle der Original-Bilder.“

Natürlich hübsch gerahmt & selbstverständlich mit den tollen Schnüren an die tollen Schienen gehängt. Dachte ich.

Es folgte ein längeres Gespräch mit dem Ergebnis, dass man sich erst kundig machen müsste & mir in spätestens zwei Tagen das Ergebnis der Erkundungen mitteilen werde.

Während des Disputs schoss mir noch eine noch bessere Idee durch den Kopf: Ich hängte keine Farbkopien von Bildern an die Wand, sondern QR-Codes, die den Betrachter beim Scannen mit den Bildern im Netz verbinden sollten. Oder mit Texten zu meinen Arbeiten. Oder mit sonst irgendwas.

Nach zwei Tagen erhielt ich eine Mail: „Die Bilder sind nun von Nagel zu Nagel versichert.“

Schade. Ich hatte mich schon diebisch gefreut.