Dienstag, 9. Oktober 2012

Im Wesentlichen bin ich mir fremd


Ohne Titel, 2012
Aquarell auf Aquarellpapier, 46 x 61 cm
Privatbesitz


Morgen fahre ich nach Crailsheim. Stadtmuseum im Spital.

Ich baue eine Ausstellung auf. Wie man so sagt unter Künstlerkollegen.

Der Titel der Ausstellung heißt: „Im Wesentlichen bin ich mir fremd.“ So steht es jedenfalls auf der Einladungskarte & auf dem Plakat.

In der Einladungskarte steht auch: „Die Einführung spricht der Künstler“

Das weckt Erwartungen. Man erwartet Antworten.

Aber ich habe wahrscheinlich ebenso viele Fragen an meine Bilder wie die Betrachter. Wahrscheinlich stellen auch Bilder eher Fragen als dass sie Fragen beantworten – sowohl dem Betrachter als auch mir.

Solange ich mit meinen Bildern Fragen stellen kann, werde ich malen oder zeichnen. Natürlich sind mir meine Bilder vertraut. Aber weil sie mir nicht alle Fragen beantworten, bleiben mir sie mir in gewisser Weise fremd.

Im Wesentlichen.

Ich versuche mich & mein Handeln über meine Bilder zu verstehen. Leider habe ich nicht viele Antworten auf die Fragen, die mir nach meinen Bildern gestellt werden.

Jedenfalls keine vollständigen Antworten. Es bleiben Bruchstücke. Fragmente. Ahnungen.

So sehe ich das.

Das wird das Thema meiner Einführung sein.


Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!




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