Mittwoch, 9. Februar 2011

Saarbrücker Spaziergänge


Ohne Titel („Gregor“), 2011
Bleistift – teilweise radiert, Aquarell auf Papier, 29,7 x 42 cm



Kommentare:

Anonym hat gesagt…

das rechte Drittel find ich genial, Armin. KR

Armin hat gesagt…

Oh – außerplanmäßig, das Ereignis.

Wie so oft. Danke.

budesheim hat gesagt…

Moin Armin,

wo ich deine neunen Arbeiten anschaue, fällt mir etwas auf, was ich witzig finde. Bei allen augenfälligen Unterschieden verhalten manche unserer Bilder "komplementär" in Bezug auf das "Figur-Grund-Problem": Während ich oft den Hintergrund "malerisch" entwickle und dann eine Zeichnung drauf klatsche. Ist es bei dir - weitherzig betrachtet - genau umgekehrt. Die Figur wird malerisch dargestellt und der Hintergrund zeichnerisch :-)

budesheim hat gesagt…

... außerdem sollte ich vielleicht noch hinzufügen, dass mir die neuen Arbeiten (fast hätte ich gesagt: natürlich) sehr gut gefallen.

Grüße Jörn

budesheim hat gesagt…

Splitter: So wie die Figuren im Bild dem Betrachter entgegenstehen, erinnert mich das - zumindest heute morgen - ein wenig an August Sander ...

Armin hat gesagt…

Moin Jörn,

die Beobachtung der Figur-Grund- oder Figur-Raum-Beziehung zwischen unseren Arbeiten ist richtig; kann man – verkürzt – so wahrnehmen.

Ich zitiere mich der Einfachheit halber mal:

Ich löste Personen, Tiere und Gegenstände aus ihren Zusammenhängen heraus und ordnete sie neu auf der Leinwand. Es entstanden andere Zusammenhänge und Beziehungen – neue Geschichten – den Hintergrund bildeten Farbräume und Farbnebel.

Prinzip Collage.

Aber auf die Dauer war das sehr mühsam. Ich wollte einfach keine Geschichten mehr erfinden. Geschichten erzählen sich ja fast von selbst. Auch ich bin ja Teil einer Geschichte, ohne dass ich all zu viel Einfluss auf das Drehbuch & die Ereignisse habe.

2008 begann ich mich mehr für einzelne Personen zu interessieren. In ihrem Raum. In ihrem Umfeld. Ich wollte an den Kern der Geschichte. An den Kern meiner Geschichte.

Die Figur im Raum. Ein durchaus tragfähiges
Konzept.


Die Parallele zu August Sander (zumindest heute morgen) ehrt mich.

Liegt daran, dass ich seit einigen Jahren Fotos als Grundlage meiner Arbeiten nutze.

Porträtfotos.

Meistens.

Am liebsten wühle ich im Familienalbum. Ich lasse mir aber auch gerne Fotos schicken.

Wichtig war mir zunächst die Entdeckung des Raumes in meiner Malerei. In Freihand- & Aktzeichnungen war das für mich selbstverständlich, aber als durchgehendes bildnerisches Konzept für meine Arbeit dachte ich sehr spät darüber nach.