Donnerstag, 6. Januar 2011

Im Tempel


Ohne Titel, 2011
Bleistift, Skizzenbuch, ca. 25 x 19 cm


Mit den Studierenden zeichneten wir heute in der Europa-Galerie. Die Europa-Galerie ist Teil der alltäglichen Begrausamung der Bürger unseres Landes. Nervige Musik, dringt in jede noch so entlegene Ecke, alles ist in Bewegung, Hektik, Nervosität, die Augen wissen nicht, wohin sie schauen können, um sich ein wenig auszuruhen. Reizüberflutung. Außerdem unnötige Geschäfte. Billiger, langweiliger Scheiß, den kein Mensch braucht. Manche gaukeln Niveau & Qualität vor. Schlechte Cafés, übelstes Fastfood. Die meisten Menschen stört das alles offensichtlich nicht, sie sind immun gegen das Grauen. Wahrscheinlich sind es Cyborgs, Außerirdische oder bezahlte Statisten. Oder Masochisten. Oder abgestumpfte Mitmenschen, die freiwillig in die Hölle gehen.

Zum Zeichnen also ideale Voraussetzungen. Nach vier Stunden sind alle reif für eine Traumatherapie.

Aber die Zeichnungen sind gut geworden.



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