Mittwoch, 16. September 2009

Heimspiel mit Günther Holder


Günther Holder
„WALDSTÜCK”, 2003
Holz, Öl- & Lackfarbe, 21 x 41 x 10 cm
© Günther Holder


Nächste Woche Freitag, der 25. September, wird im Kunstverein Sulzbach eine Ausstellung mit Arbeiten von Günther Holder & mir eröffnet.

Der Kunstverein Sulzbach ist noch recht jung & hat seine sehr schönen Räume in der sog. Aula.

Einen großen Teil meiner Jugend verbrachte ich in diesem Sulzbach. Sie war nicht immer unbeschwert; das lag allerdings mehr an mir & dem neuen Knabenrealgymnasium, welches ich eine Zeit lang besuchte & eigentlich der Neubau des Altbaus war, welcher damals in eben dieser neu gestalteten Aula untergebracht war & noch Mädchenrealgymnasium Suzbach hieß. Außerdem & unter anderen an unserem Lateinlehrer Herrn Fischer.

Über die Arbeit von Günther Holder steht folgender Text in der Einladungskarte:

Metamorphosen des Materials.

„Denn wahrhaftig steckt die Kunst in 
der Natur, wer sie heraus kann reißen, der hat sie." 
(Albrecht Dürer, Vier Bücher von menschlicher Proportion)



Günther Holders Arbeiten behaupten sich im Spannungsfeld zwischen Malerei und Skulptur; sie sind gleichzeitig Ding und Bild. In ihnen verbindet sich die taktile Qualität der Skulptur mit der optischen Sensibilität der Malerei zu einer beide Gattungen reflektierenden Ausdrucksform(…).

Die in vielen lasierenden Schichten aufgetragene Öl- und Lackfarbe dient der Verdeutlichung des Trägermaterials. Ihre Brillanz, ihr Spiel mit Licht und Schatten, hebt die Plastizität und die Zeichnung des Untergrunds hervor. Das Relief des Malgrundes wiederum bietet der Farbe ein abwechslungsreiches Terrain, auf dem sie ihre volle Leuchtkraft entfalten kann(…)



Wie eine Haut legen sich die Farbschichten auf das Relief der Oberfläche und fungieren als Membran zwischen Innen und Außen. Sie sind einerseits Grenze zwischen Objekt und Umraum und andererseits Verbindungszone – sie sind der Ort, an dem das Material sich artikuliert.

Dass Holder die bemalte Oberfläche des Holzobjekts als Malerei versteht, macht er unmissverständlich durch das Abbrechen der Farbe an den Rändern deutlich. Grundierung und einzelne Farbschichten werden nachvollziehbar, die Handwerklichkeit des Farbauftrags wird sichtbar. Hier an den Kanten treffen Malerei und Skulptur, Kunst und Natur, ein additives und ein subtraktives Prinzip aufeinander(…).

Nikolaus Bischoff
(Auszug aus dem Katalogtext „Waldstücke”)


Kommt alle, die Ihr mühselig & beladen seid. Ich will Euch erquicken!



Kommentare:

blaumann hat gesagt…

Was wünscht man zu einer Ausstellung? Glückauf? Petri Heil? (Stoßseufzer: Jetzt erst weiß ich, was das für eine Heidenarbeit ist!)

Armin hat gesagt…

Vielleicht: Fröhlichen Bildersturz?